Angst ist für alle da

Angst ist ein unverzichtbarer Signalgeber im Alltag.

In gefährlichen Situationen sorgt sie dafür, dass wir wachsam und voll konzentriert reagieren. Verselbständigt sich aber dieser überlebenswichtige Impuls, kann er unsere Leistungsfähigkeit enorm einschränken und unsere Lebensqualität leidet.

Vom Beschützer zum Bremsfaktor

Vor Lampenfieber bei der Firmenpräsentation versagt die Stimme mit unangenehmen Konsequenzen. Flugangst schränkt nicht nur das Reisen, sondern möglicherweise auch die berufliche Entwicklung ein. Angst vorm Autofahren minimiert unseren Lebensraum. Aus Angst vor Prüfungen bilden wir uns nicht weiter. Beziehungsangst lässt uns Chancen auf ein glücklicheres Leben verpassen. Der Anblick von Spinnen, Schlangen, Hunden oder auch nur bestimmten Gegenständen versetzt uns in Panik. Angst vor Höhe, Angst vor dem Tod, Angst in engen Räumen, Angst vor Menschenmengen - die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Im Kern haben alle diese Ängste eine Gemeinsamkeit: sie verursachen Verhaltensänderungen und schränken uns damit je nach Ausprägung der Angst in unseren Aktivitäten mehr oder weniger ein.


Denn Bedenken und Unsicherheiten bremsen uns unnötig aus. Ängste oder Unwohlsein stellen sich oft wie auf Knopfdruck ein, obwohl die Situationen zu bewältigen wären. Viele Betroffene entwickeln entsprechend aufwändige Strategien, um bestimmten Situationen aus dem Weg zu gehen. Doch es fehlen Mut und Initiative, sich aus dieser Lage zu befreien. Jetzt wird es Zeit für einen anderen Fahrplan!