Zieht dir jede Nachricht über einen neuen Konflikt in der Welt fast den Boden unter den Füßen weg? Liegst du nachts wach und spielst Szenarien durch, die vielleicht nie eintreten? Ist morgens der Griff zum Handy das Erste, um zu prüfen, ob die Welt noch steht? Mit über 25 Jahren Erfahrung begleite ich Menschen in meiner Praxis in Düsseldorf oder auch online dabei, ihre Ängste aufzulösen. In letzter Zeit ist die Angst vor Krieg immer häufiger das Thema gewesen.

Silhouetten von Soldaten mit Gewehren vor dramatischem Himmel, Schwarz-Weiß

Was ist Angst vor Krieg?

Die Angst vor Krieg ist das Gefühl, dass die Welt um dich herum unsicher geworden ist und du nichts dagegen tun kannst. Seit den Krisen der letzten Jahre spüren viele Menschen diese Angst deutlicher, und bei manchen geht sie weit über eine normale Sorge hinaus.

Es geht nicht darum, diese Angst grundsätzlich auszuschalten, denn sie reagiert auf reale Bedrohungen. Problematisch wird es, wenn die Angst überhandnimmt, dein Leben viel zu stark beeinflusst, klare Entscheidungen behindert und das Vertrauen in die Zukunft zerstört. Manche Menschen vermeiden es dann, Reisen oder Zukunftspläne umzusetzen, und ziehen sich immer weiter zurück.

Wie zeigt sich die Angst vor Krieg?

Was sind die Ursachen von Kriegsangst?

Die Angst vor Krieg hat verschiedene Ursachen, die häufig zusammenwirken:

  • Medienkonsum: Permanente Nachrichtenflut und drastische Bilder erzeugen ein verzerrtes Bedrohungsgefühl und halten die Angst aufrecht
  • Familiäre Prägung: Kriegserfahrungen in der Familie – auch über Generationen hinweg – können eine besondere Sensibilität für dieses Thema schaffen
  • Kontrollverlust: Das Gefühl, geopolitischen Entwicklungen ausgeliefert zu sein und nichts dagegen tun zu können
  • Tieferliegende Glaubenssätze: Überzeugungen wie „Die Welt wird immer unsicherer" oder „Ich kann meine Familie nicht schützen" verstärken die Angst
  • Frühere Traumata: Eigene Erfahrungen mit Gewalt, Flucht oder Bedrohung können durch aktuelle Nachrichten reaktiviert werden
  • Allgemeine Ängstlichkeit: Menschen mit einer Grundangst oder anderen Angstthemen sind anfälliger für Kriegsangst

Wie arbeiten wir im Coaching an der Angst vor Krieg?

Kriegsangst ist besonders, weil die Bedrohung real ist. Es geht nicht darum, dir die Angst auszureden. Es geht darum, dass du in die Gegenwart kommst und in der Gegenwart bleibst, handlungsfähig und bei dir, egal was in der Welt passiert. Bei manchen Menschen hat ein konkretes Erlebnis die Angst ausgelöst: ein Krieg im Herkunftsland, eine Fluchtgeschichte, eine Nachricht, die etwas in Gang gesetzt hat. Bei anderen hat sich die Angst schleichend aufgebaut, durch Jahre von Nachrichten, Bildern und dem Gefühl, einer Welt ausgeliefert zu sein, auf die man scheinbar keinen Einfluss hat.

Mein Ansatz: Die SAF-Methode™

SAF-Methode™ steht für die drei Schritte, an denen wir im Coaching ansetzen:

  1. S – Symptome beruhigen: Doomscrolling, Schlaflosigkeit, körperliche Daueranspannung, das Gefühl, ständig auf der Hut sein zu müssen. Im ersten Schritt lernst du, diese Reaktionen herunterzufahren.
  2. A – Auslöser entschärfen: Die Nachrichtenbilder, die sich festgesetzt haben. Der Moment, in dem die Angst zum ersten Mal richtig eingeschlagen hat. Oder die Kriegserfahrungen aus der Familiengeschichte, die bis heute nachwirken. Wir entschärfen, was Teile von dir und dein Nervensystem in diesen Alarmmodus versetzt hat.
  3. F – Festhalter lösen: „Die Welt wird immer unsicherer", „Ich kann meine Familie nicht schützen", „Man kann sich auf nichts mehr verlassen". Diese tiefen Überzeugungen halten die Angst aufrecht. Im dritten Schritt lösen wir die Festhalter, so dass du wieder handlungsfähig wirst.

Welche Methode setzt wo an?

Zuerst schauen wir, welche Bilder und Gedanken dich nicht loslassen: Sind es konkrete Nachrichtenbilder? Die Sorge um deine Familie? Eine Fluchtgeschichte in der Familiengeschichte? Daraus ergibt sich, welche Methode bei dir am besten ansetzt:

MethodeWas sie bei Kriegsangst bewirkt
WingWaveLöst die emotionale Ladung der Bilder und Erlebnisse, die sich in deinem Körper festgesetzt haben: die Nachrichtenbilder, die nicht mehr loslassen, der Moment, in dem die Angst zum ersten Mal eingeschlagen hat, das Gefühl von Hilflosigkeit
HypnoseHolt dein Nervensystem aus der Daueranspannung und baut ein inneres Sicherheitsgefühl auf, so dass dein Körper nicht mehr in Alarmbereitschaft geht, sobald du Nachrichten hörst oder an die Weltlage denkst
NLPUnterbricht die Katastrophengedanken, die das Grübeln antreiben: „Es wird Krieg geben", „Wir sind nicht sicher", „Ich kann meine Familie nicht schützen"
The WorkUntersucht die Überzeugungen hinter der Angst: „Die Welt wird immer unsicherer", „Ich bin dem ausgeliefert", „Man kann sich auf nichts mehr verlassen", und prüft, ob sie wirklich stimmen
IFSLernt die inneren Anteile kennen, die durch ständiges Nachrichtenschauen versuchen, dich zu schützen, oft ein Anteil, der glaubt, dass Wachsamkeit vor dem Schlimmsten bewahrt
TRTErreicht Kriegserfahrungen in der Familiengeschichte: Flucht, Vertreibung, Erzählungen von Großeltern, die sich ins eigene Erleben eingebrannt haben

Was kannst du im Coaching erreichen?

  • Nachrichten verfolgen, ohne in Panik oder Doomscrolling zu verfallen
  • Wieder einschlafen, ohne dass die Weltlage dich wachhält
  • Zukunftspläne machen, ohne dass die Angst sie blockiert
  • Einen klaren Kopf bewahren, auch wenn die Nachrichten bedrohlich sind
  • Familiäre Kriegserfahrungen verarbeiten, die bis heute nachwirken
  • Wieder handlungsfähig sein, statt in Ohnmacht zu erstarren

Welche Themen hängen mit Kriegsangst zusammen?

Häufige Fragen zu Angst vor Krieg

Was ist die Angst vor Krieg?

Die Angst vor Krieg beschreibt eine intensive und wiederkehrende Beschäftigung mit bewaffneten Konflikten und deren möglichen Auswirkungen auf das eigene Leben und das der Angehörigen. Sie geht weit über eine normale Besorgnis über die Weltlage hinaus und kann sich als Doomscrolling, als körperliche Daueranspannung oder als schleichendes Vermeidungsverhalten zeigen, das den Alltag zunehmend einschränkt.

Welche Symptome treten dabei auf?

Typisch sind ständiges Verfolgen von Nachrichten und die Unfähigkeit, damit aufzuhören, Schlafstörungen durch Grübeln über die Weltlage, innere Anspannung und Unruhe, Vermeidung von Zukunftsplänen und Reisen, körperliche Symptome wie Herzrasen, Magenbeschwerden oder Verspannungen sowie ein zunehmendes Gefühl von Machtlosigkeit und Rückzug aus dem sozialen Leben.

Wie entsteht die Angst vor Krieg?

Sie entsteht häufig durch die permanente Konfrontation mit Nachrichtenbildern und Berichten über Konflikte, durch Kriegserfahrungen in der eigenen Familie – auch über Generationen hinweg –, durch frühere eigene Erfahrungen mit Bedrohung oder Flucht, oder durch das Zusammenwirken von allgemeiner Ängstlichkeit mit einer Weltlage, die wenig Sicherheit bietet.

Was hilft akut bei Kriegsangst?

Bewusstes Abschalten der Nachrichten, langsames Ausatmen, das Erden über die Sinne und das Zurückkommen ins Hier und Jetzt können in der akuten Situation helfen. Kriegsangst speist sich oft aus mehreren Quellen gleichzeitig. Aus dem, was du in den Nachrichten siehst, aus älteren Ängsten, die dadurch wieder aktiviert werden, und aus familiären Prägungen, die du vielleicht nicht einmal bewusst kennst. Im Coaching gehen wir jeder dieser Quellen nach.

Kann man die Angst vor Krieg überwinden?

Ja. Wenn die Angst an konkrete Bilder oder Erlebnisse gekoppelt ist – eine Nachricht, die etwas ausgelöst hat, Erzählungen aus der Familiengeschichte –, lässt sich die emotionale Ladung gezielt bearbeiten. Wenn tieferliegende Überzeugungen dahinterstecken, wie „Die Welt wird immer unsicherer" oder „Ich bin dem hilflos ausgeliefert", können wir diese untersuchen und verändern. Das Ziel ist kein naives Wegschauen, sondern ein Umgang mit der Weltlage, der dich handlungsfähig und lebendig hält, statt dich in Doomscrolling und Rückzug zu treiben.

Mein Anliegen ist vielleicht nicht ernst genug.

Vielleicht lebst du in Sicherheit und fragst dich, warum dich Nachrichten über Kriege trotzdem so fertigmachen. Vielleicht vermeidest du es, über die Weltlage zu sprechen, weil du Angst hast, deine Sorgen könnten übertrieben wirken. Vielleicht kannst du abends nicht einschlafen, weil du an Szenarien denkst, die vielleicht nie eintreten. Vielleicht traust du dich nicht mehr, Zukunftspläne zu machen, weil sich alles unsicher anfühlt. All das ist Grund genug, hinzuschauen – weil diese Einschränkungen mit der Zeit eher mehr werden als weniger.

Ich habe schon vieles versucht.

Viele Menschen mit Kriegsangst haben bereits versucht, Nachrichten zu reduzieren, sich mit positiven Informationen abzulenken, rational dagegenzuhalten oder sich zusammenzureißen – und trotzdem kehren die Bilder und die Anspannung immer wieder zurück. Das liegt selten am fehlenden Willen, sondern daran, dass die bisherigen Versuche nicht dahin gereicht haben, wo die Angst tatsächlich sitzt: an die Bilder, die sich im Körper festgesetzt haben, an die familiären Prägungen, die der aktuellen Angst ihre Wucht geben, oder an die Überzeugungen im Hintergrund, die der Bedrohung ihre übermächtige Bedeutung verleihen. Im Coaching arbeiten wir genau dort.

Bereit für den nächsten Schritt?

Nimm Kontakt auf, wenn du eine erste Orientierung und ein klares weiteres Vorgehen wünschst.